Green City Freiburg Regional Cluster
ModellprojekteLighthouse projects

Modellprojekte

Im Industriegebiet Nord existieren bereits zahlreiche Pilotprojekte für effiziente Energienutzung und Maßnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs im eigenen Unternehmen. Die folgende Grafik liefert einen ersten Überblick.

 

1 Solare Forschung - Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE

Hauptgebäude Fraunhofer ISE © Fraunhofer ISE
Hauptgebäude Fraunhofer ISE © Fraunhofer ISE

Heidenhofstraße 2
Anfahrt: Straßenbahnlinie 4, Haltestelle "Elsässer Straße"

www.ise.fraunhofer.de

Das Fraunhofer ISE ist mit rund 1.100 Mitarbeitenden das größte Solarforschungsinstitut Europas. Die Arbeit des Institutes reicht von der Erforschung der naturwissenschaftlich-technischen Grundlagen der Solarenergienutzung über die Entwicklung von Prototypen bis hin zur Ausführung von Demonstrationsanlagen, wie der Solaren Wasserstoff-Tankstelle in der Heidenhofstraße.

2 Technologie- und Dienstleistungszentrum für Erneuerbare Energien - Solar Info Center

Solar Info Center
Solar Info Center

Emmy-Noether-Straße 2
Anfahrt: Stadtbahnlinie 4, Haltestelle "Technische Fakultät" oder Breisgau-S-Bahn, Haltestelle "Messe/Universität“

www.sic-freiburg.de

Im Kompetenzzentrum für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz bieten 40 Firmen Produkte und Dienstleistungen von der lokalen bis zur globalen Energiewende an. Das platin-zertifizierte SIC (LEED 2013) stellt seinen Mietern und Besuchern ein energieeffizientes Gebäude mit beispielhaftem Energiekonzept zu konventionellen Kosten zur Verfügung. Das Konzept basiert u.a. auf Geothermie, Photovoltaik, Solarthermie und einem natürlichen Kühlsystem.


3 Technische Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Technische Fakultät © Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Technische Fakultät © Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Georges-Köhler-Allee 101
Anfahrt: Straßenbahnlinie 4, Haltestelle Technische Fakultät

www.uni-freiburg.de

Ziel ist die gesamtökologische Erschließung des Campus der 11. Fakultät auf dem Flugplatzareal. In den bestehenden Gebäuden wurden bereits Teilprojekte umgesetzt: LED-Beleuchtung, hocheffiziente Prozesskälteerzeugung und Grundwasser-Kühlung sowie Ergebnisse aus dem QuickCheck mir Badenova am Tect4 mit Blick auf Energieflussanalyse, Anlageneffizienz und Nutzerverhalten. Fortlaufend wird untersucht, wie die Universität effizienter mit Energie versorgt werden kann. Davon und von weiteren baulichen Entscheidungen wird abhängen, welche Maßnahmen auf dem Campus in Zukunft umgesetzt werden.



Solardach Messe Freiburg © FWTM
Solardach Messe Freiburg © FWTM

4 Solaranlage auf der Messe Freiburg - FWTM GmbH & Co. KG

Europaplatz 1
Anfahrt: Straßenbahnlinie 4, Haltestelle "Technische Fakultät"

www.messe.freiburg.de

Seit der Erweiterung der Messe Freiburg im Jahr 2006 ist auf dem Flachdach der vier Messehallen nun Freiburg zweitgrößte Solaranlage installiert. Diese ermöglicht eine Stromerzeugung von jährlich etwa 650 kWp für die Messehallen und die Konferenzräume. Die Beleuchtung der Messe ist seit 2014 außerdem auf LED umgestellt.



5 Ein Abwärmenetz für den Green Industry Park - Solvay Acetow GmbH

Engesserstraße 8 Anfahrt: Straßenbahnlinie 5, Haltestelle "Tullastraße"

www.solvay.de

Solvay Acetow benötigt für ihre Produktionsanlagen eine große Menge an Strom und Wärme. Deshalb senkt das Unternehmen durch ständige Weiterentwicklung der Prozesse stetig seinen Energieverbrauch. Seit 2014 liefert ein umfassendes Energiemanagement-System Daten zu Verbrauch und Wirksamkeit jeder Einsparmaßnahme. Initiiert durch die städtebaulichen Entwicklungen im Bereich Messe und Flugplatz kann die „alte“ Idee eines Abwärmenetzes nun umgesetzt werden. Vorhandene Gebäude und neu geplante Einrichtungen nutzen ab 2017 vorhandene Abwärme für Heizzwecke -  konventionelle Heizzentralen und die Nutzung fossiler Energieträger entfallen damit. Neben der Messe, dem FWTM Verwaltungsgebäude, dem neuen Stadion des SC Freiburg und dem Autohaus Märtin bietet das Modell auch für weitere Abnehmer eine emissionsfreie Wärmeversorgung – 1.100 t CO2 pro Jahr sind dabei das Einsparpotential.

 

6 Hocheffiziente Erzeugung von Strom und Wärme - Wärmeverbundkraftwerk Freiburg GmbH

Wärmeverbundkraftwerk Freiburg © WVK
Wärmeverbundkraftwerk Freiburg © WVK

Engesserstraße 8
Anfahrt: Straßenbahnlinie 5, Haltestelle "Tullastraße"

www.wvk.de

Mitte der 90er Jahre wurde aus einem Erneuerungsbedarf heraus die Idee für das WVK geboren. Treibende Kräfte waren Solvay Acetow und die badenova. Wärme und Strom werden im WVK immer gleichzeitig erzeugt– damit wird ein deutlich höherer Wirkungsgrad als in konventionellen Kraftwerken erreicht, was zu einer Brennstoffeinsparung von 30% führt. Diese Kraft-Wärme-Kopplung-Technologie in Verbindung mit Erdgas als Brennstoff reduziert den CO2-Ausstoß im Vergleich zum Bundesdurchschnitt um 50% - bei Vollauslastung des WVK sind dies 250.000 t CO2 –Einsparung pro Jahr Emissionen. Die Stromerzeugung im WVK deckt neben dem Bedarf von Solvay Acetow bis zu 25% des Verbrauchs der Stadt Freiburg.

 

7 Elektromobilität - IKEA

Hermann-Mitsch-Straße 61
Anfahrt: Straßenbahnlinie 4, Haltestelle "Elsässer Straße", weiter mit Buslinie 10, Haltestelle "IKEA"

www.IKEA.de/Freiburg

Mit der badenova und IKEA Freiburg führte die VAG seit Dez. 2013 ein Pilotprojekt zur Elektromobilität durch. Kunden des Möbelhauses und Nutzern des ÖPNV stehen drei Elektrotransporter zum gratis Verleih zur Verfügung, um große/sperrige Einkäufe emissionsfrei nach Hause zu transportieren. Das Projekt wurde Ende 2015 erfolgreich abgeschlossen mit 1772 Verleihvorgängen und 4,2 Tonnen CO2 Einsparung. Für weitere 2 Jahre wird das Angebot von IKEA Freiburg und Frei.mobil by VAG nun weitergeführt.


9 Biogasanlage - RETERRA Freiburg GmbH

Biogasanlage © RETERRA Freiburg
Biogasanlage RETERRA

Tullastraße 68
Anfahrt: Straßenbahnlinie 1, Haltestelle Paduaallee anschl. Bus 24, Haltestelle badenova
www.reterra.de

Strom für 4.900 Haushalte / Jahr; Wärme für 1.200 Haushalte / Jahr

In der Bioabfallvergärungsanlage der RETERRA werden jährlich rund 36.000 Tonnen Bioabfall aus Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
zu erneuerbarer Energie verarbeitet. Das dabei entstehende Biogas wird – vermischt mit Deponiegas der ehemaligen Deponie Eichelbuck – über eine
Gasleitung zu einem BHKW im Stadtteil Landwasser geleitet.


 

Blockheizkraftwerk © TDK-Micronas GmbH
Blockheizkraftwerk © TDK-Micronas GmbH

10 Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung - TDK-Micronas GmbH

Hans-Bunte-Straße 19
Anfahrt: Buslinie 10, Haltestelle "Mooswaldallee"

www.micronas.com

Mit dem Blockheizkraftwerk setzt Micronas auf alternative Energiegewinnung und teilautarke Energieversorgung. Es gelingt so, 30% des Strom-, 60% des Wärme- und 40% des Kältebedarfs zu decken. Das BHKW besteht aus 2 Generatoren mit Gas-Verbrennungsmotoren mit je 1.280 kW elektrischer- und 1.350 kW thermischer Leistung. Der elektrische Wirkungsgrad liegt über 43%, der Gesamtwirkungsgrad über 90%. Die Hocheffiziente Anlage läuft über 8.300 Stunden im Jahr ohne Unterbrechungen.

Mooswaldallee 1
Anfahrt: Straßenbahnlinie 5, Haltestelle Gundelfinger Straße

www.pfizer.de

Mehr als 10.000 Forscher und über 97.000 Mitarbeiter entwickeln und vertreiben innovative Medikamente und Impfstoffe sowie einige der weltweit bekanntesten rezeptfreien Produkte wie ThermaCare, VitaSprint und Centrum.

Das Werk in Freiburg zählt zu den modernsten Produktionsanlagen für feste Arzneimittelformen. Rund 1.000 Mitarbeiter produzieren am Standort pro Jahr 6 Milliarden Tabletten, Kapsel und Dragees sowie 200 Millionen Packungen in mehr als 3.000 verschiedenen Aufmachungen. Das Werk gilt auch in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit als Vorreiter in der pharmazeutischen Industrie.

 

13 Energieberg Eichelbuck - ASF Freiburg

Solaranlage Eichelbuck © ASF
Solaranlage Eichelbuck © ASF

Eichelbuckstraße
www.abfallwirtschaft-freiburg.de

Kombinierte energetische Verwertung von Grünabfällen in einer Pflanzenkohleanlage  und einer Holzhackschnitzelanlage - Das über mehrere Jahre laufende Modellprojekt wird wegen seines innovativen  Charakters  aus dem kommunalen Investitionsfonds des Landes sowie dem Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der badenova  AG & Co. KG gefördert.

Verwertung biogener Abfälle zur Erzeugung stofflicher, thermischer und elektrischer Energieträger und deren Nutzung bei der Aufbereitung der Grünabfälle auf dem Gelände der Deponie Eichelbuck - Das neue Energiekonzept ersetzt dabei das zurückgehende Deponiegas, mit welchem bislang  die  abfallwirtschaftlichen Anlagen auf dem Deponieareal versorgt wurden (Strom und Wärme).

Dadurch sollen jährlich rund 2.500 Tonnen an CO2– Emissionen eingespart werden.

Infotafel Energieberg Eichelbuck

Infotafel Solaranlage

Infotafel Grünabfallverwertung

Infotafel Pflanzenkohleanlage

Infotafel Holzhackschnitzel-BHKW