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Freiburg führt Mehrwegsystem für Coffee-to-go-Becher einFreiburg führt Mehrwegsystem für Coffee-to-go-Becher ein

Freiburg ist eine der ersten bundesdeutschen Großstädte, in der ein kundenfreundliches Mehrwegsystem für Kaffee zum Mitnehmen an den Start geht. Coffee to go - der Kaffee zum Mitnehmen - ist beliebt und das Angebot wird vor allem in der Freiburger Innenstadt gern genutzt.

Aber 12 Millionen leere Becher fallen in Freiburg jedes Jahr beim Genuss von Kaffee zum Mitnehmen an. Die gebrauchten Einwegbecher lassen sich nicht recyceln und müssen als Restmüll entsorgt werden. Bundesweit wird über die Umweltbelastung durch Kaffeeverpackungen diskutiert, doch eine politische Lösung des Problems ist noch nicht erkennbar. Deshalb hat die Freiburger Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (ASF) zusammen mit verschiedenen Cafébetreibern jetzt den Freiburg-Cup entwickelt, ein Mehrwegbecher und ein Konzept zum Kaffeegenuss ohne Einwegmüll.

Um das Müllaufkommen aus Einwegbechern zu reduzieren und Ressourcen zu schonen, startet die Stadt Freiburg ab sofort ein Mehrweg-Pfandsystem in der Freiburger Innenstadt. Die wichtigsten Partner von Freiburg-Cup sind die Betreiber von Cafés und Bäckereien, die Kaffee zum Mitnehmen verkaufen. Als Alternative zum Einweg-Kaffeebecher stellt die ASF ihnen Mehrwegbecher aus stabilem, spülmaschinenfestem Kunststoff zur Verfügung. Für die Cafébetriebe fallen keine Kosten an, die Stadt Freiburg trägt die Kosten für die Einführung des Systems, die Koordination liegt bei der ASF.

Seit 21.11.16 hat die Kundschaft im jeweiligen Geschäft die Wahl zwischen dem Kaffee im Pfandbecher oder im Pappbehälter. Das Pfand beträgt 1 Euro und wird bei Rückgabe des gebrauchten Bechers erstattet. Die Kunden können die gebrauchten Becher auch in anderen Geschäften in der Innenstadt zurückgeben, die am Aktions-Aufkleber an der Ladentür erkennbar sind. Die gebrauchten Becher werden im jeweiligen Cafébetrieb gespült, defekte oder fehlende Behälter ersetzt die Freiburger Abfallwirtschaft. Lediglich die Deckel sind Einwegartikel, nach Gebrauch gehören sie in den gelben Sack.

Den einzelnen Cafés bietet die Teilnahme an Freiburg-Cup zahlreiche Vorteile: Sie reduzieren nicht nur die Restmüllmenge, sondern zeigen, dass sie umweltbewusst denken und einen aktiven Beitrag zur Sauberkeit in Freiburg leisten. „Die Aktion wird umso wirkungsvoller, je mehr mitmachen, sowohl auf der Seite der verkaufenden Cafés als auch auf der Seite der Konsumentinnen und Konsumenten“, so Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik. „Ich bedanke mich bei allen Anbietern, die schon in dieser ersten Stufe mitmachen und wünsche der Aktion nachhaltigen Erfolg“, so Stuchlik weiter. Und ASF-Geschäftsführer Michael Broglin kündigt an: „Wenn sich der Freiburg-Cup bei den Kunden durchsetzt, soll die Aktion ab Sommer 2017 auf weitere
Stadtteile ausgeweitet werden“.